Jetzt kommen wir zu einem Projekt, welches sich für mich etwas schwieriger gestaltet, als die Foto Challenges. Dies stellt nämlich mein erster Beitrag für die „I’m in English“-Challenge und die „Seitenzähl-Challenge“ dar. Dabei gibt es ein kleines Problem: So gerne ich auch lese, so ungern schreibe ich darüber. Rezensionen zu schreiben fällt mir schwer. Das war schon in der Schule so. Dennoch lasse ich mich gerne von anderen Leseratten mir Bucheindrücken füttern und kaufe mir das eine oder andere Buch nur durch die Empfehlung anderer.
Also: Auch wenn ich nicht gerne Rezensionen schreibe, gehört es doch zur Challenge dazu. Und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, mögt ihr ja meine „Auswertung“ trotzdem, auch wenn sie nicht perfekt ist.
Zu Beginn diesen Jahres habe ich mit dem Buch „A Game of Thrones“ von George R. R. Martin angefangen. Es ist der erste Teil einer Serie, bisher bestehend aus 5 Teilen, mit dem Namen „A Song of Ice and Fire“. Genre: Fantasy.
Ich habe dieses Buch bereits im Sommer 2011 gelesen. Ich war nämlich auf der Suche nach einem tollen neuen Buch und bin die New York Times Bestseller Liste durchgegangen. Dabei stieß ich dann halt auf dieses Buch und war sofort begeistert. Als ich fast mit dem Lesen fertig war, fand ich denn heraus, dass das Buch sehr bekannt ist und es sogar schon eine Serie im amerikanischen TV gibt, die den gleichen Titel trägt. Doch ich konnte mich nicht mehr an alles erinnern und wollte mit der gesamten Serie von Vorne anfangen.
Das Buch wird von mehreren Personen erzählt. Wir lerne die Männer an der Mauer kennen, welche das Reich vom Norden her abgrenzt. Dann die Familie Stark von Winterfell, die vertrieben Prinzessin Daenerys Targaeryen, die von ihrem Bruder an eine Horde Pferdemenschen verkauft wird. Aber auch den König Robert, ein Freund von Ned Stark, sowie die mächtige Familie Lannister. Auch die Magie ist im ersten Buch zu finden. Es ist die Rede von Drachen und eine Art Zombies. Dennoch geht es vor allem in ersten Teil um die Intrigen und Machtspiele der mächtigen Familien im Reich. Man fühlt sich teilweise ins Mittelalter versetzt. Es wird gekämpft, gereist und geliebt.
Eine besonders gute Beschreibung liefert Bienia Rafael auf Amazon:
“The Song of Ice and Fire” ist ein monumentales Spätwerk eines Mannes, der es schafft auf Basis von verschiedensten Charakteren eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Das was mir sehr gefallen hat ist, wie er oft von einem Ereignis spricht aus der Sicht von unterschiedlichen Protagonisten – und Antagonisten. Martin treibt ein Spiel mit dem Leser, vor allem mit dem Sich ein Bild machen von Personen. Finstere, brutale Charaktere werden eingeführt, beschrieben von einem der “Guten”, um Kapitel später um einige Details erweitert zu werden, die das Bild der Person gänzlich umwerfen. Das ist eine der größten Lustbarkeiten, die der Autor seinen Lesern bereitet. Ein wahres Fest von eindrucksvollen, gewinnenden und neuartigen Charakteren!
“A Game of Thrones” handelt von den Rivalitäten von Einzelpersonen und Königtümern auf dem Kontinent einer Fantasywelt, während eine sehr lange Winterperiode nach einem mehrjährigen Sommer erwartet wird. Die Familie Stark, die den Norden mit der titanischen Grenzmauer gegen die wilden Nordländer beherrscht, bildet den Mittelpunkt des ersten Buches. Während der Vater Lord Eddard Stark auf den Königshof berufen wird, um seinen alten Freund den König zu beraten, verfolgt der Leser das Leben der vielen Söhne und Töchter der Familie Stark, sowie deren Lady Catelyn. Magie und Übernatürliches wird in dem ersten Band nur zart angedeutet – und ist eine der großen Stärken des Buches. Schließlich erwartet die Leserschaft eine Welt voller Magie, insbesondere nachdem Lord Stark sich an die Drachenskelette erinnert, die in der Königshalle gehangen haben, und seine Tochter im Keller über die riesigen Köpfe stolpert. Die Einstellung der Menschen gegenüber Magie und Heldenmärchen ist ähnlich der unseren. Die Kinder werden ausgelacht, als sie von wiederkehrenden Toten und Träumen sprechen. Dennoch begleitet das Übernatürliche den Leser von den ersten Seiten mit, und taucht ab und zu auf, um die Personen und den Leser zu verstören, ängstigen, und ein Gefühl der brodelnden Gefahr zu hinterlassen, die gleich zu explodieren scheint – es aber bis zur letzten Seite nicht tut. Fantastisch!
Ebenso das Talent George R.R. Martins Stimmungen, Geschehnisse, Gefühle und Gedanken von unterschiedlichen Männern, Frauen und Kindern zu beschreiben, und uns mitfühlen zu lassen, um ein Kapitel weiter eben das Geschehen in einem anderen Licht zu präsentieren. Spannung garantieren die verteufelten Cliffhanger, und manch einer übersprang schon Kapitel, um weiter zu lesen – es bleibt spannend.
FAZIT // A Game of Thrones ist ein schwer zu beschreibendes Buch. Es ist voller Eindrücke, verschiedene Charaktere und Magie. Die Aufgabe des Lesers ist es, die verschiedenen Handlungsstränge und Hinweise vom Autor zusammenzusetzen. Spannend.
Sprache // Das Buch war natürlich auf Englisch. Die Sprache war einfach zu verstehen. Besonders zum Anfang musste man sich aber doch an den Schreibstil gewöhnen und neben der Sprache auch die Infos der verschiedenen Charaktere aufnehmen. Unbekannte Wörte verstand im einfach im Zusammenhang. Ganz selten musste ich wirklich mal ein Wort nachschlagen. Ich würde sagen mit Englisch Niveau B1 sollte man das Buch ohne Schwierigkeiten lesen können.
Seitenzahl // George R. R. Martin hat schon im ersten Band einen kleinen Wälzer geschrieben. Laut meinem Kindle hat A Game of Thrones 878 Seiten.




